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News-Archiv: RoHS Richtlinie 2002/95/EC in China

Verbraucherinformationen
 

RoHS Richtlinie 2002/95/EC in China

Hamburg, 27. Juni 2006


Die Umsetzung der RoHS Richtlinie 2002/95/EC „Restriction of Use of Hazardous Substances“ – kurz RoHS – hat bereits tief greifende Veränderungen in der Elektronikindustrie bewirkt. Die Beschaffung und Verfügbarkeit „schadstoffreier Rohstoffe (Materialien) und Komponenten, und derer Verarbeitungsprozesse in der Produktion, spielen eine immer zentralere Rolle für eine erfolgreiche Vermarktung elektronischer Produkte. Mit der Einführung der RoHS Gesetzgebung in der Volksrepublik China, die im März 2007 in Kraft treten soll, wird ein weiteres Kapitel im RoHS Zeitalter aufgeschlagen. Schnell kann der Eindruck gewonnen werden, dass die chinesischen Regierungsbehörden die europäischen RoHS Anforderungen lediglich kopiert und dann in die nationale Gesetzgebung übernommen haben – doch das ist nicht der Fall! Können Produkte nach dem 01.07.2006 ohne spezielle Kennzeichnung oder Zollunterlagen (Konformitätsnachweise) in den Geltungsraum der Europäischen Union eingeführt werden so fordert CHINA RoHS im ersten Schritt der Implementierung zum 1. März 2007 die Kennzeichnung der Produkte und im zweiten Schritt die Überprüfung der Produkte in einem durch die chinesischen Behörden akkreditierten Labor. Die Anforderungen der RoHS Gesetzgebung in China sind also strikter und basieren nicht auf dem europäischen Konzept der Selbstdeklaration.

Auch hier geht es um die Erzielung eines verbesserten Umweltschutzes und der Limitierung bestimmter Gefahrenstoffen in elektrischen und elektronischen Erzeugnissen. Somit werden zukünftig nun auch in China Inhaltsstoffe wie Blei, Quecksilber, Kadmium, sechswertiges Chrom sowie bestimmte, auf Brom basierende, Flammschutzmittel (PBBS/PBDEs) reglementiert werden.

Die Implementierung der neuen, gesetzlichen Bestimmungen „Administrative Measure on the Control of Pollution caused by Electronic Information Products“ erfolgt durch das Ministry of Information Industry (MII). Die neuen „Regeln“ gelten für Produkte, die in China hergestellt und verkauft werden und für Importprodukte. Waren, die in China zwar hergestellt aber nachweislich nicht auf dem chinesischen Markt verkauft werden, also für den Export bestimmt sind, sind von den CHINA RoHS Anforderungen nicht betroffen. Die Festlegung, welche Produkte unter den Begriff „Electronic Information Products“ (EIP) fallen – und somit diesem neuen Gesetz unterliegen - erfolgt, wie bereit durch das CCC (Chinese Compulsary Product Certification Scheme) Zertifizierungsverfahren bekannt, mit Hilfe von so genannten Produktkatalogen/-listen. Nach heutigem Stand werden nachfolgende Produktgruppen von der CHINA RoHS Regulierung betroffen sein:

A) Radar Equipment
B) Communication Transmission Equipment
C) Broadcast Television Equipment Industry Products
D) Computer Industry Products
E) Household Electronic Products
F) Electronic Measuring Instrument Products
G) Electronic Industry Professional Equipment
H) Electronic Components Products
I) Electronic Device Industry
J) Electronic Application Products
K) Electronic Professional Use Material Products


Obgleich zum heutigen Zeitpunkt noch keine verbindlichen Grenzwerte von der chinesischen Regierung beschlossen wurden, viele Sachverhalt sich noch im Fluss befinden sollen die gesetzlichen Bestimmungen fristgerecht implementiert werden. Die Implementierung dieser Anforderungen wird daher in zwei Schritten erfolgen.

Schritt 1 wird zum März 2007 in Kraft treten und sieht eine spezielle Kennzeichnung der Produkte und Informationspflicht der Hersteller/Importeure vor. Hierzu soll noch vor März 2007 ein betreffender chinesischer Standard verfügbar sein. Die hierdurch geforderte Kennzeichnung der Produkte und Informationspflicht des Herstellers/ Importeurs könnte wie folgt aussehen:

Bennennung gefährlicher Inhaltsstoffe in elektrischen und elektronischen Produkten mit Angabe
- Der Menge (Konzentration) und genauen Bezeichnung des Inhaltstoffes/ Elementes
- Der örtlichen Auffindbarkeit des Inhaltstoffes/Elementes im Produkt
- zur Widerverwertbarkeit/Entsorgbarkeit des Inhaltstoffes/Elementes
- der Klassifizierung des Verpackungsmaterials und Ihre Wiederverwert-barkeit/ Entsorgbarkeit

Schritt 2 der Implementierung ist zeitlich noch nicht bestimmt und hängt von der Festlegung der endgültigen CHINA RoHS Bestimmungen ab. Diese Reglemen- tierungen werden durch das Ministry of Information Industry (MII) im „Electronic Information Product Contamination Control Key Management Table of Contents Formulation Procedures“ veröffentlicht werden. Vor Verabschiedung dieses Dokumentes müssen jedoch auch alle zur Implementierung, Durchführung und Kontrolle der gesetzlichen Bestimmungen erforderlichen Industrienormen (sollen dann im zweiten Schritt in nationale Normen überführt werden) fertig gestellt und die Auflistung aller von den neuen Bestimmungen betroffenen EIPs in den Produktkatalog/-listen abgeschlossen sein. Diese Abhängigkeiten können zu erheblichen Verzögerungen bei der Einführung der finalen RoHS Bestimmungen und Gesetze in China führen. Zurzeit sind in total 8 Normen in Entstehung wovon bereits drei dem MII zur Beurteilung und Verabschiedung vorliegen.

Eine Vielzahl von elektrischen und elektronischen Produkten wird bereits durch andere, existierende Produktkataloge/-listen in China reguliert. Insbesondere in diesem Zusammenhang spielt die CCC Zertifizierung (China Compulsary Product Certification Scheme) eine wesentliche Rolle. Erzeugnisse, die in den CCC Produktkatalogen/-listen (Zertifizierungslisten) aufgeführt sind, benötigen für die Einfuhr nach China eine Zertifizierung durch akkreditierte, unabhängige Stelle. Die CCC Zertifizierung der Produkte umfasst die Typenprüfung im Labor, Produktkennzeichnung und eine regelmäßige Kontrolle der Produkte in der Fertigung. Ob die aktuell in Entstehung befindlichen Listen zur Regulierung der neuen RoHS Anforderungen in China zukünftig ebenfalls auch unter die CCC Zertifizierung fallen werden ist momentan nicht endgültig entschieden, jedoch höchstwahrscheinlich.


Kontakt
Guntram Schwäble: Tel +49 7024 803 891
Heiko Schmidt Tel: +49 2319 822 9545
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